Und auch die Saison 2010 fängt mit einem Haufen Arbeit an. Zunächst wurde der Golf komplett gesprengt. Mit Hilfe von zwei Motorständern baute ich ein provisorisches drehgestell, welches eine Rotation von rund 60° zulässt. Wozu das Ganze? Unterbodenschutzentfernung auf die harte Tour war angesagt!
Mittlerweile habe ich den ganzen Unterbodenschutz bis in die letzte Ecke antfernt.
Für alle die es auch machen wollen: Es ist eine saumässige Arbeit. Flächen sind relativ schnell gemacht, aber der Bereich der Hinterachsaufnahme, die Endspitzen und das Heckabschlussblech sind nur manuell zu bearbeiten. Zeitaufwand weit über 100 Stunden!
Aber es hat sich auch ein wenig Leitungshunger eingestellt. Ich spielte Anfangs die Aufladung via G-Lader, Kompressor und Turbo durch, doch irgendwie passten diese Fomen der Leistungssteigerung nicht in das Gesamtkonzept. Die guten alten Weber Vergaser waren aufgrund der Euro II Abgasnorm nicht realisierbar, so dass kein Weg an einer dibilas Einzelldrosselklappeneinspritzanlage vorbei führte. Zur Anprobe musste die Antriebseinheit samt Achse wieder in den Golf. Wer keine Arbeit hat, der macht sich eben welche! ;)



Jetzt gilt es das dbilas dynamics Kit an die cleanen Gegebenheit meines 2ers anzupassen. Es gilt Halter anzufertigen und Leitungen abzuänderns bzw. weg zu lassen.
Zur Optik: Ja auch hier werden alle Teile bei K-Tech mit Chrom und Carbon veredelt. Der im Lieferumfang enthaltene dbilas Flowmaster wird nicht von mir verbaut, er lässt sich beim besten Willen nicht hamonisch in Motorraumdesign einbinden. Also muss der gute, alte K&N 57i wieder die Reinigung der Ansaugluft übernehmen. Interessant dabei: Der passt sogar!
Für Show Zwecke werde ich entweder vier kleine K&N Pilze oder offne Trichter verbauen. Dies verstärkt IMHO die Oldschooloptik und lässt einen noch agressiveren Sound erwarten! ;)
Aber erst mal muss das Triebwerk wieder raus, denn es geht weiter mit der Karosse.

Ausnahmsweise werden Metallarbeiten "ausser Haus" erledigt. Bei der Karosserieschmiede Leppen haben wir den Golf in ein professionelles Drehgestell gehängt. Dieses ist rollbar und wird auch beim Lackieren eingesetzt.

Gerd Leppen fertigte unter anderem spezielle Außenschweller an, welche den Blick auf die Verbindung zwischen den serienmässigen Innen- und Außenschwellern verweigern. Zudem brachte er den durch jahrelange extreme Tieferlegung in Mitleidenschaft genommen Unterboden wieder in die ursprüngliche Form.

Wie man deutlich sehen kann ist kein Gramm Unterbodenschutz übrig geblieben. Wer genauer hin schaut, enteckt auch die neuen Schweller. Leichte Flugrostansätze wurden von mir durch Sandstrahlen entfernt.

Hier geht es mit samt Drehgestell von der Karosserieschmiede Leppen in die Lackiererei Gerwens

Da durch den Einsatz der Renneinspritzung diverse Halter nicht mehr benötigt werden, die Domstrebe nun verschweisst wurde und Motorraumbleche auch auf den Rückseite gecleant wurden, sind Spachtelarbeiten im Motorraum leider unumgänglich. Mit diesen wurden allerdings erst nach Auftrag von Epoxirostschutz im begonnen.

Und hier steht der unterboden in Spritzpachtel, die Schleiferei kann beginnen...

Hier schleift sich Andre gerade einen Wolf, vielen Dank für die Hilfe!!!

Hier hatte es sich ausgeschliffen und abgeklebt.

Der geschliffene und dezent verkittete Unterboden wartet hier noch auf Entfettung und Befreiung von Staubresten.

Im Motorraum zeigt isch das selbe Bild.

Es gab Ecken die nicht einfach zu bearbeiten waren, wie z.B. die Dome. Auch hier wurde alles geglättet und versiegelt. Schliesslich soll es nicht nur gut aussehen, sonder auch dauerhaft rostfrei bleiben.

Auch bei den Türschanieren hat es VW sehr gut gemeint und reichlich Dichtmasse aufgetragen. Manchmal ist weniger mehr.

So durfte Rainhard Gerwens auch noch nie lackieren! ;)

In schwarz sieht der unterboden fast serienmässig aus.

Matt ist zwar Trend, zu meinem Konzept passt es allerdings irgendwie nicht so recht.

Und hier der erste Ausblick auf das neu, och nasse Lackkleid.

Ursprünglih hatte ich Sattelbraunperleffekt von Audi geplat, doch dieser Farbton wurde schon zu oft verwendet und bietet zu wenig Effekt.

Vergleicht man die beiden obere Bilder, so erkennt man dasPotential der Farbe von Gold über Kupfer hin zu dunkel Braun.

Hier ein Ausblick auf den hinteren Radlauf, kein Vergleich zum letzten Jahr.

Der Bltz bringt den Effekt ans Tageslicht.

Die Arbeit hat sich gelohnt, von unten in Aussenqualität lackiert. Hier stören optisch die bereits provisorisch montierten Rollachsen. Freue mich jetzt bereits auf die Montage der Chrom und Carbonpartz.

Dieser Bereich wird bald vom Kohlefasertank verdeckt. Schade eigentlich, glänzt er doc so schön in der Sone! ;)

Hier machen sich bald die polierte Auspuffanlage und die funkelnagelneuen Hitzebleche breit. Aber erst einmal ist die Aussenackierung fällig.
Es geht also voran, weitere Neuigkeiten demnächst hier...